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Die Legende sagt, dass dort vor achthundert Jahren ein Prinz aus dem Künigsgeschlecht der Zagwe geboren wurde. Seine Mutter sah nach der Geburt einen Schwarm Bienen über seiner Krippe kreisen und rief aus: "Lalibela!" Gemäß einem alten Glauben, nach dem die Tierwelt die Zukunft wichtiger Persünlichkeiten voraussagt, bedeutet dies: "Die Bienen erkennen seine Macht."
Lalibela, der später aus Eifersucht vergiftet wurde, überlebte mit Gottes Hilfe und wurde Künig.
Als Dank dafür sollte er an diesem Ort eine heilige Stadt nach dem Plan des Allmächtigen errichten und elf Kirchen bauen. Lalibela - magischer Name für den versteckten Zufluchtsort, das "Jerusalem" der äthiopischen Christen und achtes WELTWUNDER. Hier finden sich die eindrucksvollen monolithischen Felsenkirchen, Juwelen einer absolut ungewöhnlichen Architektur, die aus dem roten Vulkangestein herausgehauen wurden.
Einzigartig zum Beispiel Bjet Giorgis, die St-Georgs-Kirche, ein vollkommen aus dem gewachsenen Fels herausgeschnittener Monolith mit einem für äthopien einmaligen kreuzfürmigen Grundriss.
Auf dem Dach sieht man ein Ornament von drei ineinander liegenden Kreuzen, die die Großartigkeit dieser baulich unvergleichlich geschlossenen Schüpfung noch unterstreichen.
Begnadete Künstler aus dem zwülften und dreizehnten Jahrhundert haben den Zauber dieser geheimnisvollen Meisterwerke geschaffen, dem man sich nicht entziehen kann.
Sie alle sind durch kompliziertes, faszinierendes Netz aus Tunneln und engen Gängen verbunden. Ein Labyrinth aus Krypten, Grotten und Galerien. Für diese technische Glanzleistung wurden in Lalibela in mehr
als 24 Jahren mit einfachsten Mitteln über 100.000 Kubikmeter Fels freigelegt und bearbeitet. Engel sollen tatkräftig bei den Arbeiten geholfen haben. |